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Lebensstil

Stress

Der Zusammenhang zwischen Psyche und Verdauung

Ärgernisse, Überforderung bei der Arbeit, ständige Verfügbarkeit und Beziehungsprobleme alles, was Belastungen verursacht, kann sich negativ auf Ihre Verdauung auswirken. Der Körper ist empfindlich und kann schnell durch Gewohnheitsveränderungen, Stress und Ängste beeinflusst werden. Das Verdauungssystem von Patienten mit Depressionen arbeitet deutlich langsamer als der Durchschnitt. Je schwerer die Depression, desto langsamer die Darmfunktion.

Finden Sie Ihre innere Mitte

Sprechen Sie mit Ihrer Familie und Freunden, wenn Sie Sorgen haben. Denken Sie auch daran Sport zu treiben, um Stress abzubauen, und finden Sie eine Sportart, die für Sie geeignet ist. Körperliche Bewegung, so gering sie auch sein mag, ermöglicht es Ihnen, Dampf abzulassen und den tagsüber angesammelten Stress abzubauen. Seien Sie körperlich aktiv und üben Sie Sportarten im Freien aus, die für jeden zugänglich sind wie Laufen, Tennis oder Stretching und die es dem Körper ermöglichen, wieder flexibler und geschmeidiger zu werden oder machen Sie einen Spaziergang. Regelmässige Bewegung, 30 Minuten am Tag, kann Unruhe und negative Gedanken reduzieren. Wenn Sie diese freilassen, werden Sie zu einer gewissen Gelassenheit und einer ausgeglicheneren Verdauung finden. Testen Sie auch die verschiedenen Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder autogenes Training. Die meisten von ihnen basieren auf der Atmung, die dafür sorgt, dass sich der Körper beruhigt und wohlfühlt.

Sorgen Sie für guten Schlaf

Um entspannt zu sein, benötigt man auch ausreichend Schlaf. Schlafmangel beeinflusst die Darmtätigkeit, die durch grosse Müdigkeit gestört werden kann. Um gut zu schlafen, sollten Sie wissen, wie Sie die ”ideale” Anzahl an Schlafstunden herausfinden, und versuchen, diese zu einzuhalten. Achten Sie auch auf ein angenehmes Raumklima im Schlafzimmer (qualitativ hochwertige Matratze, Kissen an Ihre Schlafposition angepasst, Raumtemperatur von ca. 19°C. Vermeiden Sie schwere und reichhaltige Abendmahlzeiten. Nehmen Sie am Ende des Tages eventuell ein warmes Bad, um sich zu entspannen. Sie sollten wissen, dass optimaler Schlaf Ihre Verdauung am Morgen wieder richtig ankurbelt. Probieren Sie auch Kräutertees wie Weissdorn, Baldrian oder Passionsblume. Kräutertees lindern Stress- und Schlafstörungen, helfen Ihnen, mehr zu trinken, und tragen so zu einer besseren Regulierung der Darmtätigkeit bei.


HORMONE

Einfluss durch Hormone

Frauen leiden statistisch gesehen häufiger an Verstopfung als Männer. Obwohl die Ursachen nicht ganz klar sind, vermuten wir dennoch, dass weibliche Hormone eine Rolle spielen können. In der Tat entspannen Östrogene und Progesterone die Muskeln des Körpers, auch die des Darms.

Die Menopause bringt erhebliche hormonelle Veränderungen im Körper mit sich und kann zu mehr Stress führen. Während dieser Zeit nimmt die Östrogenproduktion ab, was den Hormonhaushalt beeinflusst. Jede Frau erlebt diesen Lebensabschnitt anders, aber eine langsamere Verdauung und die damit verbundene Verstopfung sind eher häufige Nebenwirkungen.


URLAUB UND REISEN

Änderung des Lebensstils

Reisen bedeutet neue Erfahrungen, aber auch eine neue Umgebung, die einen Einfluss auf Ihre Verdauung hat. Unbekannte Lebensmittel, wechselnde Zeitzonen und unterschiedliche Klimazonen sind häufige Ursachen für Verstopfung auf Reisen. Wundern Sie sich also nicht, wenn exotische Zutaten und Gewürze, ungewöhnlich grosse Mengen und reichhaltige Lebensmittel in Kombination mit einer Änderung der Routine und höheren als normalen Temperaturen Ihren Magen und ihrem Darm verstimmen. Es ist normal, ein paar Tage Akklimatisation zu benötigen, eine Zeit, die je nach der natürlichen Veranlagung der Organismen jedes Menschen variiert. Um Ihnen die Anpassung zu erleichtern, versuchen Sie, leichte Mahlzeiten zu sich zu nehmen, und bevorzugen Sie ballaststoffreiche Lebensmittel, besonders in Ländern mit heissem Klima. Trinken Sie ausserdem mehr Wasser, Saft oder Tee als sonst.

Mangelnde Flüssigkeitsaufnahme

Wenn Sie viel schwitzen, trinken Sie mehr, um den Wasserverlust Ihres Körpers zu begrenzen und das Gleichgewicht wiederherzustellen. Es ist wichtig, dass Sie trinken können, ohne Angst haben zu müssen, nicht auf die Toilette gehen zu können, auch wenn Sie unterwegs sind.

Medikamente

Einige Medikamente können ebenfalls Verstopfung verursachen (z. B. eisen- oder aluminiumhaltige Medikamente). Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, er kann Ihnen möglicherweise alternative Medikamente anbieten.

Psychische Ursachen

Es kann auch für Sie, wie für viele Menschen, schwierig sein, die Toilette ausserhalb Ihrer gewohnten Umgebung zu benutzen. Wenn Sie sich Sorgen um die Sauberkeit machen, denken Sie daran, Desinfektionstücher oder Papierabdeckungen für Toilettensitze mitzunehmen.


KÖRPERLICHE BEWEGUNG

Körperliche Bewegung ist Ihre tägliche Unterstützung zur Erhaltung Ihrer Gesundheit. Die meisten Sportarten trainieren die Bauchmuskeln, die zur Bekämpfung von Verstopfung unerlässlich sind!

Es besteht keine Notwendigkeit, sich in einen Athleten zu verwandeln oder seine körperliche Aktivität übermässig zu steigern, um die Darmtätigkeit positiv zu beeinflussen. Das Wichtigste ist, nicht untätig zu bleiben. Setzen Sie sich ein tägliches Laufziel und versuchen Sie, auf Ihr Auto zu verzichten. Ein Spaziergang oder eine Radtour sowie regelmässige Bewegung, 30 Minuten am Tag, können eine wohltuende entspannende Wirkung haben und gleichzeitig den Stress abbauen. Nachstehend einige Gymnastikübungen zum Testen.

Das Krokodil: Massage der inneren Organe

Legen Sie sich auf den Bauch, mit der Stirn auf die Hände, und richten Sie den Blick nach unten. Heben Sie beim Einatmen ein Bein an, ohne die Hüften zu drehen, und senken Sie dann das Bein beim Ausatmen. Wiederholen Sie die Übung und wechseln Sie jedes Mal das Bein.

Die Krabbe: Dehnung und Kräftigung

Legen Sie sich auf den Rücken und drücken Sie Ihre Beine gegen die Brust, indem Sie Ihre Knie greifen und den Kopf auf dem Boden halten. Atmen Sie in dieser Position langsam ein und halten Sie den Kopf und den gesamten Oberkörper auf dem Boden. Während Sie weiter einatmen, ziehen Sie Ihre Knie mit gestreckten Zehen zu Ihrem Kinn. Atmen Sie anschliessend aus und lösen Sie dabei die Spannung. Wiederholen Sie die Übung mehrmals hintereinander.


ERNÄHRUNG

Nehmen Sie gesunde Ernährungsgewohnheiten an, um eine gute Verdauung zu gewährleisten. Schon kleine Anpassungen können helfen, ein gut funktionierendes Verdauungssystem beizubehalten.

Nehmen Sie 3 bis 4 Mahlzeiten pro Tag ein

Es empfiehlt sich, täglich 3 richtige Mahlzeiten einzunehmen und bei Bedarf einen Snack hinzuzufügen. Die empfohlene tägliche Ballaststoffzufuhr beträgt 30 bis 45 g. Verteilen Sie diese auf mehrere Mahlzeiten, wie ein Müsli mit Obst zum Frühstück, Vollkornnudeln oder Vollkornreis mit Gemüse oder einem gemischten Salat zum Mittagessen, eine ausgewogene Mahlzeit. Wenn Sie zwischen den Mahlzeiten einen Snack einnehmen, denken Sie an Rohkost und Obst, das sättigt und ist reicher an Ballaststoffen als zum Abendessen Süsswaren.

Setzen Sie sich feste Ernährungsregeln

Damit Ihre Verdauung einwandfrei funktioniert, benötigt sie Orientierungspunkte. Was Sie essen, aber auch wann Sie etwas essen, hat einen Einfluss auf Ihre Verdauung. Gönnen Sie sich mindestens 15 Minuten zum Frühstück und eine halbe Stunde zum Mittag- und Abendessen. Nehmen Sie Ihre Mahlzeiten am Tisch ein, wenn möglich zu einer festgelegten Uhrzeit, und vermeiden Sie es, beim Fernsehen zu essen. Kauen Sie langsam und lernen Sie, Ihr Essen zu geniessen. Dies erleichtert die Verdauung und die Darmtätigkeit.

Erhöhen Sie Ihre Ballaststoffzufuhr

Viele leckere Lebensmittel haben einen hohen Ballaststoffgehalt. Setzen Sie Pflaumen, Pfirsiche, Birnen, Karotten, Bohnen und Brokkoli auf Ihren Speiseplan. Obst und Gemüse sollte jedoch nicht geschält werden, da in der Schale viele Ballaststoffe und Mineralien enthalten sind. Denken Sie auch an Leinsamen, die zudem sehr gesunde Omega-3-Fettsäuren enthalten und Ihnen helfen, Ihre Verdauung gesund zu erhalten. Sie können beispielsweise Ihrem Joghurt einen Teelöffel Leinsamen hinzufügen. Je abwechslungsreicher Ihre Ernährung ist, desto reicher ist sie an Mineralien, Vitaminen oder Ballaststoffen, die Ihre Verdauung unterstützen.

Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist das A und O!

Ballaststoffe brauchen Wasser! Ohne Wasser sind sie unwirksam. Wasser ist das einzige unentbehrliche Getränk für den Körper. Es versorgt den Stuhl mit Flüssigkeit und erleichtert dadurch die Verdauung. Um Ihren täglichen Bedarf zu decken, trinken Sie täglich mindestens 1,5 Liter Wasser. Sorgen Sie für Abwechslung, indem Sie zwischen stillem Wasser, Sprudelwasser, Wasser mit natürlichen Aromen, Kräutertee, Suppen und Säften wechseln. Achtung bei Milchshakes, Limonaden und süssen, alkoholischen Getränken, die nur massvoll konsumiert werden sollten. Wenn es heiss ist, Sie schwitzen oder Sport machen, denken Sie daran, Ihre Wasserzufuhr zu erhöhen.

Verstopfung verstehen